21./22. Februar 2022: Universität Freiburg, Die Familie im Spannungsfeld von Kontinuität und Wandel – Herausforderungen für Interventionen

Der zunehmende Bedeutungsverlust der Familie, ihr allmähliches Verschwinden, die Erosion familialer Solidarität sind Themen, die immer wieder aufkommen.

Oft wird gefragt, ob nicht die hohen Scheidungsraten, der Geburtenrückgang, der zunehmende Individualismus, schliesslich auch die Emanzipation der Frauen sich nicht nachhaltig auf die Familie als Institution auswirken und sie letzten Endes schwächen. Bereits in der Vergangenheit, beispielsweise im 19. Jahrhundert während der Industrialisierung, fürchteten viele konservativ, fortschrittsskeptisch und auch religiös Orientierte, dass gesellschaftliche Modernisierungen die Familie als Institution erheblich untergraben würden.


Tatsächlich hat sich die Familie, allen skeptischen Einschätzungen zum Trotz, als sehr beständige Lebensform erwiesen. Dennoch können wir viele Veränderungen und auch Differenzierungen sehen. Familienleben ist gegenwärtig nicht mehr das, was es in der Mitte des 20. Jahrhunderts noch war.


Die Veränderungen wie auch die Lage der Familie in der westlichen Gesellschaft sind das Thema dieses Kurses. Wir befassen uns dabei mit veränderten Eltern-Kind-Beziehungen, Veränderungen in den Paarbeziehungen, steigenden Scheidungsraten wie auch der Ausprägung unterschiedlicher Familienformen. Welche Folgen diese Veränderungen für die verschiedenen Formen der Familienhilfen mit sich bringen, ist ebenfalls Thema dieses Kurses.

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